Bahattin M Unschuldig im Gefängnis er fordert 50000 Euro Entschädigung vom Staat

Bahattin M im Frühjahr 2016 beim Prozess um den ihn vorgeworfenen versuchten Mord vor dem Landgericht München I. Hinter ihm Strafverteidiger Peter Guttmann

Bahattin M 14 Monate unschuldig im Gefängnis. Weil ihm ein Mordversuch vorgeworfen wurde, mit dem er nichts zu tun hatte, verlor er alles: Arbeit, Wohnung, Partnerin. Am Ende bewiesen Handydaten, dass er nie am Tatort war.

Bahattin M Unschuldig im Gefängnis er fordert 50.000 Euro Entschädigung vom Staa

Am Mittwoch wurde vor dem Landgericht München I verhandelt. Allerdings ohne Bahattin M. Nach über 25 Jahren in Deutschland pendelt er jetzt zwischen seiner Heimat Türkei und München. „Wirklich Fuß gefasst hat er nach der ganzen Sache in Deutschland nicht mehr, fand keine adäquate Arbeit mehr. Sobald potenzielle Arbeitgeber von seiner langen Haft hörten, gab es Absagen“, sagt sein Anwalt Erwin Brandl.

Im Mai 2015 wurde der Hilfsarbeiter plötzlich festgenommen. Vorwurf: versuchter Mord. Zuvor hatte er Streit mit einem Mann, der ihm vor einer Bar eine blutige Nase geschlagen haben soll. Es ging um verletzte Ehre. Zwei Verwandte von Bahattin M. sollen den Mann später halbtot geprügelt haben. Die Ermittler vermuteten, dass auch Bahattin M. an der Vergeltung beteiligt war.
„Er war unschuldig im Gefängnis. Er sollte anständig entschädigt werden.“

Von: Andreas Bachner

By Tom Rebbalter

One Comment

  • Onkel Dagobert -

    Warum soll das aus Steuergeldern bezahlt werden? Ich als Steuerzahler habe doch damit nichts zu tun. Das sollen die beteiligten Richter und Staatsanwälte zahlen, und zwar aus ihrer Privatschatulle!

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